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Vorlesen macht Spaß!

Heute habe ich zum ersten Mal vor einer Gruppe Kinder vorgelesen: „Käptn Knitterbart auf der Schatzinsel“ von Cornelia Funke und Kerstin Meyer. Den Text konnte ich halb auswendig und habe teilweise frei vorgetragen. So konnte ich direkt die Kinder anschauen und das Buch rumzeigen.

Meine Einfälle sprudelten beim Vorlesen und kamen gut an. Wir hatten mächtig Spaß. Mal schauen, ob mich jemand beim nächsten Spaziergang oder Spielplatzbesuch mit „Ahoi“ grüßt.

Bei der nächsten Vorlesestunde ermuntere ich die Kinder im Vorfeld, sich zu verkleiden.

Role-Playing Game Studies Handbook OUT NOW!

In 2013 role-playing game scholars from all over the world met during the DiGRA conference in Atlanta, USA. We began to work on the first handbook of role-playing game studies. Now it has been published with Routledge.

It is my last publication from the time at Maastricht University, the Netherlands. I appear as a co-author in the larp chapter and I am the author of the STS chapter.
5 Live-Action Role-Playing Games
J. Tuomas Harviainen, Rafael Bienia, Simon Brind, Michael Hitchens, Yaraslau I. Kot, Esther MacCallum-Stewart, David W. Simkins, Jaakko Stenros, and Ian Sturrock
17 Science and Technology Studies and Role-Playing Games
Rafael Bienia

Lesepate und Rückkehr in die Heimat

Lesepaten sind ehrenamtliche Vorleser an Bibliotheken und Einrichtungen für Kinder.  Meistens sind es offene Veranstaltungen, die eine Dreiviertelstunde dauern.

Am Freitag habe ich mich bei unserer Stadtbibliothek gemeldet und werde dieses Jahr zum ersten Mal als Pate vorlesen. Eingeladen sind Kinder ab 4 Jahren, wobei öfters Dreijährige vorbeikommen. Teilweise wird das Vorlesen mit Bastelaktionen unterstützt.

Ein Grund, weshalb ich mich engagiere, hängt mit meiner Rückkehr zusammen.

Ich habe vor neun Jahren meinen Wahlheimatort Aschaffenburg verlassen. Hermann Hesse beschreibt den Abschied von der Heimat so:

Jeder Ort, an dem wir eine Weile leben, gewinnt erst einige Zeit nach dem Abschiednehmen eine Form in unserem Gedächtnis und wird zu einem Bilde, das unveränderlich bleibt. Solange wir da sind und alles vor Augen haben, sehen wir noch das Zufällige und das Wesentliche fast gleich betont, erst später erlischt das Nebensächliche.

Hermann Hesse – „Kastanienbäume“ aus „Bäume“, Insel, 1984, S. 31

Man erkennt einen Heimatort erst, wenn man ihn verlassen hat.

Ich kann dies bestätigen, denn insgesamt lebte ich sieben Jahre nicht in meiner alten Heimat. Seit meiner Rückkehr brauchte ich gut ein volles Jahr, um mich wieder heimisch zu fühlen. Bei diesem „Rückkehren“ gewinnt der Heimatort erst einige Zeit nach der Ankunft eine weitere „Form in unserem Gedächtnis“, die ich ergänzen möchte.

Ich habe das Wesentliche, das Hesse nennt, schärfer wiedererkannt. Die Wälder, die Häuser, die Geräusche.

Aber ich bin nicht genau in meine Heimatstadt zurückgekehrt, sondern in einen Nachbarsort. Der Effekt ist abgeschwächt: ich erkannte das Charakteristische des heimatlichen Landkreises, aber es war auch ein Ankommen im Alten, das gleichzeitig etwas Neues war.

Seit meiner Rückkehr brauchte ich ein volles Jahr, um mich wieder heimisch zu fühlen.

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Um meine Neue-alte-Heimat für mich zu erschließen, habe ich mich entschieden mich zu engagieren. Es standen mehrere Tätigkeiten der ehrenamtlichen Arbeit zur Auswahl, wovon die Lesepatenschaft eine war.

Ich denke, dass ich durch Vorlesen mit Menschen das teilen kann, was mir immer ein Heimgefühl beschert hat: das Lesen.

Ich bin gespannt und werde berichten.

Links:

Ehrenamtliche Arbeit in Aschaffenburg

Leseforum Bayern

Stiftung Lesen