UPDATE: CFA MittelPunkt Band 2016. Larp und die (anderen) Künste

UPDATE: Abgabetermin für Vorschläge auf 1. Juni 2016 verlängert!

Zum mittlerweile achten Mal plant der Zauberfeder Verlag einen Sammelband mit Aufsätzen rund um das Hobby Larp. Die Sammlung richtet sich an Menschen, die sich näher mit den verschiedenen Aspekten des Hobbys auseinandersetzen wollen. Das Thema der diesjährigen MittelPunkt Aufsatzsammlung 2016 lautet:

Larp und die (anderen) Künste

Das Verhältnis von Larp zu (anderen) Künsten ist das Motto dieses Bandes. Wir möchten Larper*innen, Künstler*innen und Wissenschaftler*innen einladen, dieses Verhältnis in kurzen Aufsätzen auszuloten. Beiträge können die Frage reflektieren, ob Larp Kunst sei oder nicht, oder eine Analyse liefern, welche Romane/Filme/Serien aktuell im Larp aufgegriffen werden, oder Anregungen dazu bieten, wie Larp von Kunstgriffen profitieren könnte.
In diesem Jahr gehen wir auf kunst- und kulturwissenschaftliche Perspektiven wie Theater- oder Literaturwissenschaft ein, aber auch der Blick aus anderen Disziplinen (z. B. Game Studies) oder aus der Praxis (z. B. Game Design oder Theater) kann überaus fruchtbare Schlaglichter auf die vielfältigen Verschränkungen von Larp und Kunst werfen. Insofern bieten die Grenzgänge zu verwandten (Spiel)Formen, wie dem immersiven oder dem Unsichtbaren Theater, lohnende Untersuchungsgegenstände an.

Mögliche Themen:

  • Reflektionen und Diskussionen zu Larp als Kunstform oder als Medium und zu fließenden Übergängen zu anderen Kunstformen. Zum Beispiel: Medium oder „über-medium“? Zur (Inter)Medialität von Larp. Oder: Warum immersives Theater (kein) Larp ist.
  • Bestandsaufnahmen, theoretische Überlegungen und Analysen dazu, wie andere Medien, Künste oder Kunstwerke im Larp verwendet werden und welche Grenzbereiche es zu anderen Künsten gibt. Zum Beispiel: Tiffany im Steampunk Larp
  • Oder andersherum: Bestandsaufnahmen, theoretische Überlegungen und Analysen dazu, wie und wo Larp Gegenstand anderer Medien ist. Zum Beispiel: Larp als Motiv in Spielfilmen („The Wild Hunt“, „Knights of Badassdom“). Oder: Der Larper als Freak: Darstellung von Larper*innen in anderen Medien (z. B. in o.g. Filmen oder Büchern wie „Saeculum“ von Ursula Poznanski etc.).
  • Dokumentationen von Projekten mit Bezug zu bestimmten Werken (Bücher, Filme, Serien etc.). Zum Beispiel: Wie ließ sich Westeros als Hintergrundwelt der Con XYZ umsetzen? Welche Vor- und Nachteile bot das den Spieler*innen, welche den Veranstalter*innen? Oder: Wie wirkte es sich auf das Spielerlebnis aus, dass der Verlauf der Geschichte von Con XYZ bereits durch den zugrundeliegenden Roman vorgegeben und bekannt war?
  • Anregungen und Visionen zur Weiterentwicklung des Hobbys. Zum Beispiel: Einsatz von Bühnentricks oder Schauspieltechniken im Larp am Beispiel der Con XYZ.

Diese Themen sind Vorschläge, die angenommen werden können, aber auch zu weiteren Themen inspirieren sollen. Wir freuen uns auf Beiträge, die Fragen jenseits von Bastelanleitungen und Con-Reviews stellen und ihre Leser*innen einladen, bekannte und ungewöhnliche Verknüpfungen neu zu denken.

Die MittelPunkt-Bände richten sich an Larp-Veranstalter*innen, -Forscher*innen, und -Interessierte, sprich: an all jene, die neugierig sind auf neue Aspekte von LARP und sein Verhältnis zu verwandten Kulturformen und Hobbys.

Vorschläge für Beiträge können bis zum 15. Mai 1. Juni 2016 eingereicht werden.

Vorschläge bitte an folgender Maske orientieren:

Name:

Titel:

Text: 300-500 Wörter umfassende Inhaltsangabe.

Schlagworte:

Lesergruppe: Veranstalter/Forscher/Allgemein Interessiert

Rückmeldung erfolgt bis zum 31. Mai 15. Juni 2016.

Die fertigen Aufsätze sind dann bis zum 01. August 2016 einzureichen.

Veröffentlicht wird das Buch zur Larp-Konferenz MittelPunkt 2016 (4.-6. November 2016).

Schickt Euren Vorschlag einfach direkt in der E-Mail mit dem Betreff MP16 an aufsatzsammlung@larpzeit.de

 

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Disney + Star Wars + Larp elements = Star Wars Land

Disney has announced a new theme park: Star Wars Land.

The park is going to be ‘immersive’. Visitors enter a location with actors in costumes. Visitors can lay hands on the controls of the Millennium Falcon.

As Martin Ericsson writes: “My old friend and boss at The Company P – Christopher Sandberg has been heavily involved in this, imagineers have visited and studied The Monitor Celestra and College of Wizardry, so there is already a strong link to Nordic participatory culture in this venture.”

We will see how it will look like and … feel like.

Larpforschung: Die Darstellung von Larp in den Medien

Die Darstellung von Larp in den Medien wird von Teilen der Szene mit Sorge betrachtet. Wie ich bereits im April ’12 geschrieben habe, ist es es viel seltener der Fall, dass der Nicht-Larper das Hobby mit Stereotypen betrachtet, wie man es denken würde. Die Medienpanik der 80iger und 90iger Jahre scheint so etwas wie eine ‘Gebranntes Kind’ Einstellung bei manchen Larpern, die ich gesprochen habe, verursacht zu haben. Ungeachtet der Emotionen bedarf allein die Idee Larp mit Satanismus oder asozialem Verhalten zu verbinden eines gewissen Humors oder einer rückständigen Auffassung von menschlichem Verhalten. Continue reading

Larpforschung: Realistischer Larpen

Das Gefühl einer ‘echten’ Welt wird im Larp meist durch Detailreichtum erreicht. Während sich die Orga auf wirksame Props und clevere Plotbücher stützt, investieren Spieler und NSCs Zeit und Geld in Kostüme und seitenschwere Charaktergeschichten. Andie Nordgren schlägt einen bislang kaum diskutierten Weg vor. Der Realismus-Effekt kann auf der Ebene der Kommunikation gesteigert werden. Continue reading